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Oliver Vack
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Google DMA: Neue Suchergebnisseiten in Europa – mit eigenem Bereich für direkte Anbieter
Google hat am 8. September 2026 dokumentiert, wie die Suchergebnisseite im Europäischen Wirtschaftsraum bei bestimmten Anfragen aussieht – also in der EU sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein. Wer nach Hotels, Flügen, Fernbus, Bahn oder Produkten sucht, sieht dort zwei eigene Bereiche: einen für Vergleichs- und Buchungsportale, einen für die Anbieter selbst. Das Stichwort Google DMA steht für diesen Umbau. Die Portal-Bereiche begründet Google mit dem Digital Markets Act, dem EU-Regelwerk für große Plattformen.
Google DMA: Was das für Ihren Betrieb bedeutet
Entscheidend ist der zweite Bereich. Dort listet Google direkte Anbieter, zum Beispiel ein einzelnes Hotel, ein Ladengeschäft oder einen Installateur. Die Hürde ist niedrig: Der Betrieb bietet selbst an, wonach gesucht wird, und Google kann die Website lesen. Zusätzliche Daten, ein Formular oder eine Gebühr nennt Google dafür nicht.
Betroffen ist aber nicht jeder. Die Bereiche gibt es nur bei bestimmten Anfragetypen. Ein Maschinenbauer mit Projektgeschäft wird sie kaum zu sehen bekommen. Ein Hotel, ein Händler mit Produktseiten oder ein Handwerksbetrieb mit Ladengeschäft dagegen schon.
Nachtrag vom 22. September 2026: Google hat seine Dokumentation am 18. September erweitert. Beide Bereiche – der für Vergleichs- und Buchungsportale und der für die Anbieter selbst – sind seitdem auch für die Suche nach Betrieben vor Ort vorgesehen, nicht mehr nur für Hotels, Flüge, Fernbus, Bahn und Produkte. Der Bereich für die Anbieter erscheint nur zusammen mit dem Portal-Bereich. Eine Stichprobe auf google.de am 22. September, Standort Brandenburg: Bei „Hotels Potsdam“ waren beide Bereiche zu sehen, bei „Heizungsbauer Teltow“, „Friseur Potsdam“ und „Restaurant Berlin Mitte“ nicht.
Was Sie prüfen können
Die eine Frage lautet: Kann Google Ihre Website vollständig lesen? Seiten, die per robots.txt oder noindex gesperrt sind oder hinter einer Anmeldung liegen, bleiben außen vor. Das lässt sich in der Search Console nachsehen, Googles kostenlosem Auswertungsdienst für Website-Betreiber. Dort zeigt sich in einigen Wochen auch, ob sich Impressionen und Klicks verschieben.
Die andere Frage: Lohnen die neuen Karussells mit strukturierten Daten? Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Zusatzangaben im Quelltext. Diese Karussells laufen als Beta und brauchen eine Übersichtsseite mit mehreren Einträgen, Links zu Detailseiten und ein Antragsformular. Das passt zu einem Shop mit Kategorieseiten. Für eine einzelne Firmenwebsite ist es kein Thema.
Hintergrund
Die EU-Kommission hatte Google im März 2025 vorläufig mitgeteilt, dass sie eine Bevorzugung eigener Dienste in der Suche sieht. Abgeschlossen war das Verfahren damit nicht. Google schreibt selbst, die Bereiche für Vergleichsseiten seien eine Folge des Digital Markets Act. Einen Starttermin je Land und Zahlen zur Verteilung der Klicks nennt Google nicht. Neben den beiden Bereichen dokumentiert Google noch drei Karussells: für Wetter, Sport, Finanzen und Übersetzung, für Jobportale und das genannte mit strukturierten Daten.
Wie eine Website für Google und KI-Assistenten aufgebaut wird, steht auf der Seite Online Marketing. Zur Sichtbarkeit in ChatGPT gibt es eine eigene Meldung. Möchten Sie wissen, ob Ihre Website für Google vollständig lesbar ist, erreichen Sie mich telefonisch oder per E-Mail – das Erstgespräch ist kostenfrei.
Quellen: Google Search Central, „Regional differences in Search experience“, „Aggregator unit in Google Search“ und „Supplier unit in Google Search“ (Stand 18. September 2026), „Structured data carousels (beta)“ (Stand 11. September 2026), Änderungsprotokoll vom 8. und 18. September 2026 (alle CC BY 4.0); Google, „Complying with the Digital Markets Act“ (Oliver Bethell, 5. März 2024); Europäische Kommission, Pressemitteilung IP/25/811 (19. März 2025); Eurostat-Glossar „European Economic Area“. Stand: 22. September 2026, Oliver Vack Online Marketing. Keine Rechtsberatung, Angaben ohne Gewähr.
